Frankfurter Rundschau 23.03.2008
1500 Unterschriften gegen Neubaugebiet
Der Protest gegen eine Bebauung der so genannten Amiwiese am westlichen Rand des Heilsbergs wächst. Dies teilt Uwe Wittstock, Vorsitzender des Vereins Rettet die Amiwiese, auf Anfrage der FR mit. Die Zahl der Unterschriften gegen den Bau von Einzel- und Doppelhäusern samt einer Drei-Felder-Sporthalle für den SSV liegt inzwischen bei mehr als 1500. Befürworter des Projekts, unter anderem Ehrenstadtrat Klaus Minkel (CDU), definierten jüngst in einer Stellungnahme die Gegnerschar allein aus den Bewohnern der einstigen Offiziershäuser der US-Armee.
Wittstock erklärt, dass bislang ein Gespräch mit Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) geführt worden sei. Über dessen Inhalt sei beidseitiges Stillschweigen vereinbart worden.
CDU, SPD und FDP dafür
In den kommenden Tagen will der Vereinsvorstand seine Bedenken den Fraktionsmitgliedern von CDU, SPD und FDP darlegen. Allein Grüne und Linkspartei im Stadtparlament sind gegen das Neubaugebiet „Taunusblick". Sollte sich die Position von CDU, SPD und FDP als unverrückbar herausstellen, will der Verein mit einem eigenen Konzept für die acht Hektar an die Öffentlichkeit gehen.
Es sei unverantwortlich, den am dichtesten besiedelten Stadtteil weiter zu verdichten, um eine Turnhalle zu finanzieren, sagt Wittstock. Er fordert, dass die Halle wegen der möglichen Vormittagsauslastung an der Ernst-Reuter-Schule stehen müsse. Mit der Amiwiese gehe ein örtliches Freizeitgebiet mit Skate- und Grillgelände ersatzlos verloren. Die angrenzende Frankfurter Feldgemarkung könne nicht als solche genutzt werden. Die Stadt Bad Vilbel könne über diese Naturausgleichsfläche gar nicht verfügen. su n
Quelle: Frankfurter Rundschau, 23.03.2008