Bad Vilbel, 29. Mai 2009
Schlechte Nachricht für die Amiwiese

Die Entscheidung des Kasseler Verwaltungsgerichtshofes, keine Einstweilige Anordnung gegen die Zerstörung der Amiwiese zu erlassen, ist eine Enttäuschung. Umso wichtiger ist nun das Normenkontrollverfahren, das in der vergangenen Woche von 11 Heilsberger Bürgern mit Unterstützung des Vereins "Rettet die Amiwiese" eröffnet wurde. Hier wird der Bebauungsplan jenseits des Eilverfahrens einer gründlichen und detaillierten juristischen Prüfung unterzogen. Dieses Verfahren kann sehr wohl zu anderen Ergebnissen führen als das Eilverfahren.

Allerdings hat das Eilverfahren bereits eine erstaunliche Erkenntnis gebracht: Sowohl Bürgermeister Stöhr als auch die CDU Bad Vilbels haben öffentlich immer behauptet, die Bebauung der Amiwiese sei notwendig, um den Bau einer neuen Spothalle für den Heilsberg zu finanzieren.

Im Eilverfahren hat die Stadt Bad Vilbel aber erklärt: "Es handelt sich bei der Planung einer Trainingshalle auch lediglich um eine Vorratsplanung. Ob und in welcher Größe eine Halle errichtet werden wird, ist derzeit noch völlig unklar."

Anders als Bürgermeister Stöhr es den Bürgern wiederholt versprochen hat, steht also gar nicht fest, ob eine Sporthalle gebaut werden soll. Fest steht nur, dass den Heilsbergern die Amiwiese als Naherholungsgebiet weggenommen und dass sie verkauft werden soll, um den von Stöhr aufgehäuften Schuldenberg der Stadt zu verringern. Wenn im öffentlichen Streit um die Bebauung der Wiese den Bürgern eine Halle versprochen wurde, jetzt aber im juristischen Streit um die Wiese behauptet wird, es stünde gar nicht fest, ob eine Halle gebaut wird, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wollte Stöhr die Bürger mit falschen Versprechungen täuschen oder die Richter mit falschen Aussagen?

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Bad Vilbel, 25. Mai 2009
2. Klage eingereicht

Stellvertretend für viele Bad Vilbeler haben jetzt elf Heilsberger Bürger unterstützt durch den Verein "Rettet die Amiwiese" eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel gegen den Bebauungsplan "Taunusblick" der Stadt Bad Vilbel eingereicht. Dort läuft bereits seit Anfang März ein Eilantrag auf Erlass einer Einstweiligen Anordnung, der die Stadt an der Zerstörung des Naherholungsgebietes Amiwiese auf dem Heilsberg hindern soll. Die Entscheidung in diesem Eilverfahren wird in den nächsten Tagen erwartet.

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Bad Vilbel, 10. März 2009
Erste Klage eingereicht

Stellvertretend für viele Bad Vilbeler Bürger haben acht Heilsberger Familien unterstützt durch den Verein "Rettet die Amiwiese" am Wochenende die erste Klage gegen den Bebauungsplan "Taunusblick" der Stadt Bad Vilbel eingereicht. Mit der Klage wird ein Eilverfahren eröffnet. Es soll den Bebauungsplan per Einstweiliger Anordnung außer Vollzug setzen und die Stadt so an der Zerstörung des Naherholungsgebietes Amiwiese auf dem Heilsberg hindern. Eine zweite Klage, die ein Normenkontollverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel beginnt, wird folgen.

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Die CDU und FDP Bad Vilbels wollen die Amiwiese vollständig zubauen.

Damit droht die letzte grüne Oase auf dem Heilsberg verloren zu gehen – ein wunderbarer, verkehrssicherer Spielplatz für alle Kinder, ein Naherholungsgebiet für die Erwachsenen.

Der Heilsberg ist schon jetzt der am dichtesten bebaute Ortsteil Bad Vilbels. Nach den offiziellen Daten der Stadt ist der Heilsberg fast vier mal dichter bebaut als Bad Vilbel im Durchschnitt, fünf mal dichter als die Kernstadt (ohne Heilsberg) und über zwölf mal dichter als Gronau.

Die Verantwortlichen von der CDU in Bad Vilbel verdichten den Heilsberg gnadenlos. In letzter Zeit wurde am Moulins-Ring eine neue Siedlung mit 34 Reihenhäusern errichtet. Dazu entstanden in der Bodelschwinghstraße und an der Pestalozzistraße zusammen 6 Mehrfamilienhäuser mit zusammen rund 50 Wohneinheiten. Am Schlesienring weitere 6 Reihendoppelhäuser, an der Brandenburger Straße 25 Reihenhäuser und Am Hang noch einmal 4 Reihenhäuser. Dort ist noch ein weiteres Altenheim geplant. Auch der Tannenweg soll jetzt verbaut werden, hier sollen 34 Doppelhäuser entstehen, dazu verkauft die Stadt noch 5 weitere Hanggrundstücke. Zusammen sind das allein in den letzten Jahren 120 Häuser und dazu rund 50 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern. Der von der CDU geführte Magistrat betoniert den Heilsberg zu ohne Rücksicht auf die Heilsberger und zieht so immer mehr Verkehr an.
Dabei ist die Grenze des Erträglichen längst überschritten. Mit der Bebauung der Amiwiese wird der Heilsberg für alle noch enger werden. Es wird sich mehr und mehr Verkehr durch die engen Straßen zwängen. Dazu soll noch eine riesige Dreifelder-Turnhalle gebaut werden. Deren zahllose Besucher werden dann fast im Stundetakt hin- und wegfahren. Auch bis in die Nacht hinein! Auch am Wochenende!

Laut Bebauungsplan sollen Carl-Schurz-Straße und die extrem schmale Danziger Straße zu Durchgangsstraßen mit außerordentlich hohem Verkehrsaufkommen werden. Auf die Anwohner der Straßen nimmt der Bebauungsplan keine Rücksicht.

Noch können wir die Bebauung vielleicht noch verhindern, auch wenn die Offenlage des Bebauungsplans schon beschlossen wurde. Helfen Sie uns! Auch für Sie wird mit der Amiwiese etwas Unwiederbringliches verloren gehen.

Bitte, stimmen auch Sie hier ab gegen die Bebauung. Jede Stimme hilft uns. Mit über 2300 Unterschriften im Rücken können wir uns bei den Politiker der CDU mit viel mehr Nachdruck für die Amiwiese und den Heilsberg einsetzen. Der erste Schub von Unterschriften wurde am 13. Juni an Bürgermeister Thomas Stöhr übergeben. Aber wir sammeln weiter! Jede Unterschrift ist wichtig und bringt uns weiter. Täglich werden es mehr.

Oder bitte, werden Sie Mitglied unserer Bürgerinitiative „Rettet die Amiwiese e.V.“ Laden Sie sich das Beitrittsformular hier einfach runter.

Vielen Dank!


Verantwortlich: Initiative "Rettet die Amiwiese"
Sie können uns erreichen unter: kontakt@rettet-die-amiwiese.de

V.i.S.P.: Uwe Wittstock, Lessingstraße 4, 61118 Bad Vilbel