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Kleine Chronik der Amiwiese |
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10. Juli
1946 |
Erster
Spatenstich für die Siedlung auf der Vilbeler Höhe oberhalb der
Stadt Vilbel. |
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9. Juni 1948 |
Auf der Vilbeler Höhe wird ein hohes
Kreuz errichten. Mit dem gleichen Tag wird die Höhe „Heilsberg“
getauft. |
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1948 – 1973 |
Nach und nach werden zusammen mit der
Siedlung die Kirchen, der Kindergarten, das Bürgerhaus erbaut. Die
Bebauung des Heilsbergs verdichtet sich zunächst langsam, dann aber
immer schneller. |
| Frühjahr 1993 |
Die Stadt Bad Vilbel plant eine
Bebauung der Amiwiese. Es sollen 305 Wohnungen gebaut werden.
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Juli 1993 |
Im „Vilbeler Anzeiger“ heißt es,
die Anlieger der Amiwiese haben ihre Bedenken gegen die geplante
Bebauung „derart beredt vorgetragen“, dass zunächst ein Teil der
Bebauung gestrichen wird. Wenig später lässt die Stadt den ganzen
Bebauungsplan fallen. |
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6. Dezember 2007 |
Sehr kurzfristig wird die
Aufstellung eines neuen Bebauungsplans auf die Tagesordnung des
Ortsbeirats Heilsberg gesetzt und fast ohne Debatte angenommen. Die
entschiedenen Einsprüche und Vorhaltungen von ca. 80 anwesenden
Heilsbergern gegen den Plan und das Vorgehen des Ortsbeirats werden
nicht berücksichtigt. |
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18. Dezember 2007 |
Die Stadtverordneten-Versammlung
Bad Vilbels beschließt einen Bebauungsplan für die Amiwiese
aufstellen zu lassen. Damit ist aber noch lange nichts entschieden,
obwohl manche Politiker gern so tun. Denn wenn der Bebauungsplan
fertig gestellt ist, muss – vermutlich im Sommer – noch einmal über
seine Annahme von den Stadtverordneten abgestimmt werden. Auch
danach sind noch juristische Einsprüche gegen das Bebauungsvorhaben
möglich. |
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Dezember 2007 |
Die Initiative „Rettet die Amiwiese“
aus Heilsberger Bürgern bildet sich und beginnt Unterschriften gegen
die Amiwiese zu sammeln. Schon 500 Unterschriften kommen bis Ende
des Jahres zusammen. |
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29. Januar 2008 |
Der Verein „Rettet die Amiwiese“
gründet sich mit zunächst 24 Mitgliedern. |
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4. Februar 2008 |
„Rettet die Amiwiese e.V.“ wird ins
Vereinsregister eingetragen und kann nun offiziell seine Arbeit
aufnehmen. |
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10. Februar 2008 |
Die Zahl der Stimmen gegen die
Bebauung der Amiwiese überspringt die Grenze von 1000
Unterschriften. |
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14. Februar 2008 |
In der Sitzung des Ortsbeirates wird
der Antrag, „alternative Vorentwürfe“ für eine Nutzung der Amiwiese
erstellen zu lassen und außerdem intensiv „mit den Bürgern des
Heilsbergs zu diskutieren“, abgelehnt. Auch die Begründung, es sei
bei einem Bauvorhaben von solcher Größe „unabdingbar“, für eine
frühzeitige Beteiligung der Heilsberger Bürger, insbesondere der
direkt betroffenen Anwohner“ zu sorgen, wird niedergestimmt. Die zum
Teil sehr heftigen Einsprüche von vielen Heilsbergern gegen die
Bebauung bleiben unbeachtet. Eine Rednerin und ein Redner, die für
die Bebauung plädieren, sind – so stellt sich heraus –
Immobilienmakler, die beim Verkauf von Grundstücken und Häusern auf
dem Heilsberg möglicherweise geschäftliche Interessen verfolgen. |
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27. Februar 2008 |
Gespräch zwischen Bürgermeister Dr.
Thomas Stöhr und dem Verein „Rettet die Amiwiese“. Der Bürgermeister
versichert nachdrücklich, dass die im Baugesetzt vorgesehene
„Vorgezogene Bürgerbeteiligung“ in diesem Fall durchgeführt wird.
Das bedeutet, dass die Bürger vor dem Abschluss des Bebauungsplans
mit ihren Ansichten zur Bebauung bei einer öffentlichen
Veranstaltung gehört werden müssen. Dr. Stöhr versichert außerdem,
dass er den Termin der gesetzlich vorgeschriebenen „Offenlegung“ des
Bebauungsplans dem Verein „Rettet die Amiwiese“ vorab ankündigen
wird. Während der sogenannten „Offenlegung“ können dann alle Bürger
einen Monat lang ihre Einwände gegen das Bauvorhaben – selbstständig
oder mit anwaltlicher Unterstützung – vorbringen |
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11. März 2008 |
Die Zahl der Stimmen gegen die
Bebauung der Amiwiese überspringt die Grenze von 1500
Unterschriften. |
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24. April 2008 |
Auf der Veranstaltung zur
„Vorgezogenen Bürgerbeteiligung“ im Georg-Muth-Haus wird von vielen
Heilsbergern heftige Kritik an der geplanten Bebauung der Amiwiese
geübt. Und zwar keineswegs nur von Mitgliedern der Initiative
„Rettet die Amiwiese“. Diese Kritik findet ein starkes Echo in den
Zeitungen. Viele der Argumente werden zitiert und meist auch sehr
wohlwollend kommentiert. Hier die Links zu vier großen Artikeln über
die Veranstaltung:
Wetterauer Zeitung
Frankfurter Allgemeine (leider für Abonnenten online zugänglich)
Frankfurter Rundschau
Frankfurter Neue Presse |
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27. April 2008 |
Jetzt sind es 1800 Stimmen gegen die
Bebauung der Amiwiese |
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5. Mai 2008 |
Die Initiative "Rettet die Amiwiese"
stellt ihren Vorschlag "1000 Stifter für den Heilsberg" der
Öffentlichkeit vor. Sie bietet an, 1000 Stifter zu finden, die
gemeinsam den Preis von 500.000 € aufbringen, den die Stadt Bad
Vilbel 1993 für die Amiwiese bezahlte, um die Wiese so allen
Heilsbergern als "Bürgerpark Amiwiese" zu erhalten. |
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10. Mai 2008 |
Die Unterschriften-Aktion zum Erhalt
der Amiwiese erreicht 2000 Stimmen. |
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8. Juni 2008 |
Die Unterschriften-Aktion für die
Amiwiese erreicht über 2300 Stimmen. |
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10. Juni 2008 |
Der Verein „Rettet die Amiwiese“
veranstaltet im Georg-Muth-Haus eine Bürgerversammlung die von über
120 Teilnehmern besucht wird. An der Veranstaltung nehmen als
Unterstützer auch der Grüngürtel e.V, die Bürgerinitiative Heilsberg
und der Naturschutzbund Bad Vilbel teil. Zusammen informieren sie
die Heilsberger über die Argumente gegen das Zubauen der Amiwiese
und über die juristischen Einwendungsmöglichkeiten der Anlieger
gegen den Bebauungsplan. |
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12. Juni 2008 |
Über 2300 Unterschriften für den
Erhalt der Amiwiese werden Bürgermeister Thomas Stöhr übergeben. |
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17. Juni 2008 |
Die Stadtverordnetenversammlung
beschließt mit den Stimmen der CDU und FDP die Offenlage des
Bebauungsplans. Die Offenlage und damit die Frist für Einwendungen
gegen den Bebauungsplan soll am 7. Juli beginnen. Gegenvorschläge
der Grünen, der SPD und der Linken, die die Amiwiese ganz oder
teilweise vor der Bebauung retten wollen, werden mit den Stimmen der
CDU und FDP abgelehnt. |
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Die vorliegende kleine Chronik ist
selbstverständlich nicht vollständig.
Vor allem mit Blick auf die Vorgeschichte der Siedlung Heilsberg
mussten wir uns auf einige wenig, spärliche Daten beschränken.
Die Auflistung wäre sonst viel zu umfangreich geworden.
Wir bitten hierfür um Verständnis. |